So findest du den Bogen
Nach einem Schauer schaust du nicht zur Sonne, sondern in die Gegenrichtung: Die Sonne muss hinter dir stehen, die Regentropfen oder feuchte Luft vor dir. Besonders gut klappt das morgens oder am späten Nachmittag, weil die Sonne dann tiefer steht und der sichtbare Bogen größer wirkt.
Wenn du nur hellen Himmel siehst, ändere ein paar Schritte deinen Standort. Ein Regenbogen steht nicht wie ein Objekt an einem festen Platz; er hängt davon ab, wo du stehst und aus welchem Winkel Licht durch die Tropfen zu deinen Augen zurückkommt.
Warum die Farben entstehen
Sonnenlicht sieht weiß aus, enthält aber viele Farben. Im Regentropfen wird das Licht gebrochen, an der Rückseite des Tropfens reflektiert und beim Austritt noch einmal gebrochen. Dabei werden die Farben unterschiedlich stark abgelenkt, sodass du außen Rot und innen Violett siehst.
Der Bogen ist eigentlich Teil eines Kreises. Vom Boden aus siehst du meist nur den oberen Ausschnitt, weil Erde, Häuser oder Hügel den Rest verdecken. Aus einem Flugzeug oder von sehr hoch oben kann der Kreis vollständiger wirken.
Wenn du zwei Regenbogen siehst
Der zweite, äußere Bogen entsteht, wenn das Licht im Tropfen ein zweites Mal reflektiert wird. Dadurch geht mehr Licht verloren: Der Nebenbogen ist deshalb schwächer und oft nur bei dunklerem Hintergrund gut sichtbar.
Achte auf die Farbreihenfolge. Beim Hauptbogen liegt Rot außen und Violett innen. Beim zweiten Bogen ist es umgekehrt. Genau diese Umkehr ist ein gutes Zeichen dafür, dass du wirklich den Nebenregenbogen erwischt hast.
Merksatz
Sonne im Rücken, Wasser vor dir. Ein Bogen bedeutet eine Reflexion im Tropfen; zwei Bögen bedeuten einen zusätzlichen Lichtweg mit zweiter Reflexion.
Quellen
Ausgewählte Referenzen, die diesen Tipp prüfen oder stützen.
- What Causes a Rainbow? NOAA/NESDIS · government
- Rainbows NSF NCAR/UCAR Center for Science Education · scientific
Geprüft