Die meisten nutzen KI wie ein Suchfeld: Frage eintippen, Antwort lesen, weiter. Viel nützlicher wird sie, wenn du sie als Denkpartner nutzt: als geduldiges Gegenüber, das deine Gedanken sortiert, Annahmen testet und blinde Flecken sichtbar macht.
Starte mit dem ganzen Kontext
Frag nicht nur: "Was soll ich tun?" Beschreibe die Situation, die Einschränkungen, was du schon versucht hast und woran du eine gute Lösung erkennen würdest.
Statt: "Wie soll ich mein Produkt bepreisen?"
Besser: "Ich launche ein SaaS-Tool für Freelancer. Meine Kosten sind X, vergleichbare Tools kosten Y-Z, und meine Zielgruppe ist preissensibel. Ich schwanke zwischen Freemium und Fixpreis. Hilf mir, die Vor- und Nachteile zu vergleichen."
Denke laut
Teile deine Überlegungen auch dann, wenn sie noch unfertig sind. KI hilft besonders gut, wenn sie auf deine Annahmen reagieren kann, nicht nur auf deine fertige Frage.
Gute Prompts:
- "Mein Bauchgefühl sagt Option A, weil..., aber ich mache mir Sorgen um... Was übersehe ich?"
- "Welche Annahme in diesem Plan ist am schwächsten?"
- "Was würde diese Entscheidung leichter umkehrbar machen?"
Frag nach Alternativen
Ein gutes KI-Gespräch sollte deine Optionen erst erweitern, bevor es sie einengt. Lass dir bewusst Wege zeigen, an die du noch nicht gedacht hast.
Nützliche Prompts:
- "Gib mir drei verschiedene Lösungswege."
- "Spiel den Advocatus Diaboli. Warum könnte das scheitern?"
- "Was würde jemand mit der gegenteiligen Meinung sagen?"
- "Was ist die einfachste Version dieses Plans?"
Iteriere vor der Entscheidung
Die erste Antwort ist selten die beste. Widersprich, ergänze Einschränkungen und frag nach einer schärferen Version.
Zum Beispiel:
- "Mach das konkreter."
- "Optimiere jetzt auf Tempo statt auf Qualität."
- "Was würdest du streichen?"
- "Mach daraus eine Checkliste für heute."
Der entscheidende Wechsel: Frag KI nicht nur nach Antworten. Nutze sie, um besser zu denken.